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Online-Coach Adipositas
Adipositas hat viele Gesichter

Adipositastypen

Jede Person bringt ihre eigene Geschichte und ihren individuellen Lebensstil mit. Während Stefanie lange Zeit nicht übergewichtig war und erst nach ihren Schwangerschaften deutlich an Gewicht zugenommen hat, lebt ihre Tochter Sophia bereits seit der Kindheit mit Übergewicht. Bei Max spielen vor allem Bewegungsmangel und ein ungesundes Essverhalten eine wichtige Rolle. Christoph hat sein starkes Übergewicht im Laufe des Älterwerdens entwickelt und es haben sich bei ihm immer mehr ungesunde Gewohnheiten eingeschlichen. Claudias Gewichtszunahme steht wiederum in engem Zusammenhang mit ihren psychischen Beschwerden und der Einnahme von Antidepressiva. 

Diese Beispiele machen deutlich: Es gibt nicht die eine Ursache für Adipositas, sondern sehr unterschiedliche Ausgangssituationen, die sich überwiegend so genannten Adipositastypen zuordnen lassen, wie die folgenden Beispiele zeigen:

Ein ungesundes Essverhalten mit vielen kalorienreichen Lebensmitteln und zucker- bzw. alkoholhaltigen Getränken sowie zu wenig Bewegung und ein hohes Stresslevel führen auf Dauer häufig zu starker Gewichtszunahme. Dieser Adipositastyp entsteht meist schleichend über viele Jahre hinweg.

Manche Menschen sind schon seit der Kindheit von Übergewicht betroffen. Neben genetischen Faktoren spielen hier früh erlernte Ernährungs- und Bewegungsmuster eine wichtige Rolle für die weitere Gewichtsentwicklung.

Mit zunehmendem Alter verändern sich häufig der Stoffwechsel und das Aktivitätslevel: Der Energieverbrauch und die körperliche Aktivität gehen zurück, während die Energieaufnahme gleich bleibt oder sogar ansteigt. Doch ohne regelmäßiges Krafttraining gehen im Laufe des Lebens stetig Muskeln verloren. Dadurch wird immer weniger Energie verbraucht und stattdessen immer mehr Fettmasse eingelagert, die als Energiespeicher dient.

So nehmen viele Menschen im Laufe der Jahre, insbesondere auch nach der Menopause und beim Übergang in den Ruhestand, schleichend deutlich zu. 

Nach einer Schwangerschaft kann es durch hormonelle Veränderungen, weniger Bewegung und Schlaf und weitere Alltagsbelastungen zu einer deutlichen Gewichtszunahme kommen. Vor allem, wenn bereits während der Schwangerschaft zu viele Kilos dazugekommen sind, finden manche Frauen danach nur schwer zu ihrem vorherigen Gewicht zurück.

Bestimmte Medikamente, etwa einige Antidepressiva, Kortison oder Insulin, können das Körpergewicht erhöhen. Sie wirken nicht nur unmittelbar auf den Stoffwechsel, sondern können beispielsweise auch den Appetit und das Bewegungsverhalten beeinflussen.

Hormonelle Störungen, zum Beispiel der Schilddrüse, können das Körpergewicht ebenfalls beeinflussen. In solchen Fällen sind eine medizinische Abklärung sowie ggf. eine anschließende Behandlung wichtig.

Es folgt an dieser Stelle wieder ein kurzer Wissenstest für Sie.

Warum steigt das Risiko für Adipositas im Laufe des Lebens an?