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Online-Coach Adipositas
Fettverteilungsmuster und ihr Einfluss auf das Gesundheitsrisiko

Apfel oder Birne - was darf´s sein?

Bei der Beurteilung der Gesundheitsrisiken sollten nicht nur das Körpergewicht oder der BMI betrachtet werden. Die Verteilung des Körperfetts hat nämlich einen erheblichen Einfluss darauf, ob und wie zeitnah es zu gefährlichen Begleiterkrankungen kommt. Von medizinischer Bedeutung ist insbesondere die Unterscheidung zwischen dem sogenannten „Apfel-“und „Birnentyp“. Doch was haben Äpfel und Birnen mit der Fettverteilung und den sich daraus ableitenden Risiken für Gesundheitsprobleme zu tun?

Diese Frage lässt sich anhand der Formen der beiden Obstsorten beantworten:

Apfeltyp (auch androide, abdominale oder zentrale Adipositas)

  • Wo sitzt das Fett? 
    • Vorwiegend im Bauchraum, überwiegend um die inneren Organe liegend
  • Welches Geschlecht ist hauptsächlich von dieser Fettverteilung betroffen? 
    • Insgesamt sind häufiger Männer betroffen. Bei Frauen nimmt die Häufigkeit mit dem Alter und in den Wechseljahren zu.

Birnentyp (gynoide, periphere oder gluteal-femorale Adipositas)

  • Wo sitzt das Fett? 
    • Vorwiegend an Hüften, Gesäß und Oberschenkeln
  • Welches Geschlecht ist hauptsächlich von dieser Fettverteilung betroffen? 
    • Vorwiegend sind Frauen bis zu den Wechseljahren von dieser Fettverteilung betroffen.

Sie selbst haben keinen Einfluss auf die Fettverteilung in Ihrem Körper. An welcher Körperstelle sich ein Fettpolster bildet, wird unter anderem von verschiedenen Hormonen gesteuert. Testosteron fördert die Einlagerung von Fett im Bauchraum (Apfeltyp), während Östrogen die Speicherung von Fett im unteren Körperbereich, vornehmlich an den Hüften, dem Gesäß und den Oberschenkeln, begünstigt (Birnentyp). Durch diese hormonellen Einflüsse lässt sich auch erklären, weshalb Frauen eher zum Birnentyp und Männer eher zum Apfeltyp neigen und warum sich in den Wechseljahren bei vielen Frauen die Fettverteilung vom Birnen- zum Apfeltyp verschiebt.