Der Gefühlskreis: Gefühle richtig einordnen
Manchmal fällt es nicht leicht, Emotionen richtig einzuordnen. Wer schon als Kind gelernt hat, negative Gefühle mit Essen zu unterdrücken, hat oftmals keine Möglichkeit, sich anders mit ihnen auseinanderzusetzen.
Der „Gefühlskreis“ soll Ihnen helfen, Ihre Emotionen zu erkennen und einzuordnen. Je weiter außen sich das Gefühl befindet, desto stärker und intensiver ist es, je weiter es sich in der Mitte befindet, desto schwächer ist es in seiner Intensität.
Wie sehr Verhalten, Essen und Gefühle miteinander verknüpft sind, erklärt unsere Expertin Prof. Dr. Claudia Luck-Sikorski, Professorin für psychische Gesundheit und Psychotherapie an der SRH University (Campus Gera) im folgenden Video:
Selbstreflexion
Wenn starke negative Gefühle impulsives Essen auslösen, kann es im ersten Schritt bereits helfen, diese in ihrer Intensität abzuschwächen. Beispiel: Wut wird zu Ärger.
Dafür gibt es verschiedene Techniken. Schauen Sie sich die nachfolgenden Vorschläge an. Was kann Ihnen helfen, mit starken Gefühlen umzugehen?
- Ich schreibe ein Tagebuch, in dem ich meine Gedanken und Gefühle festhalte.
- Ich atme langsam durch die Nase ein und doppelt so lange durch den Mund aus, bis sich das Gefühl abschwächt.
- Ich zähle langsam von 20 rückwärts.
- Ich rufe eine Freundin oder einen Freund an, um darüber zu reden oder mich abzulenken.
- Nacheinander spanne ich jeden einzelnen Muskel in meinem Körper an und entspanne ihn dann wieder (Progressive Muskelentspannung).
Probieren Sie aus, was Ihnen am besten hilft. Bei verschiedenen Situationen helfen vielleicht mehrere unterschiedliche Techniken? Oder fällt Ihnen noch etwas ganz anderes ein?