Die Borg-Skala
Ein weiterer zentraler Bestandteil zur Steuerung der Trainingsintensität ist die Borg-Skala, benannt nach dem schwedischen Physiologen Gunnar Borg. Sie beschreibt das subjektive Anstrengungsempfinden bei sportlichen Aktivitäten und hilft Ihnen, Ihr individuelles Belastungsniveau einzuschätzen, ohne sich zu überanstrengen. Die Skala reicht von „überhaupt keine Anstrengung“ bis zu „größtmögliche Anstrengung“. Um die Skala anzuwenden, stellen Sie sich während oder nach einer Aktivität die Frage: „Wie schwer war diese Tätigkeit für mich?“
Die Borg-Skala ist hier dargestellt:
Ziel ist es, mit Hilfe der Skala Ihr optimales Trainingsniveau zu finden und dieses nicht zu überschreiten. Idealerweise bleiben Sie im mittleren Bereich zwischen 11 und 15, was eine moderate Belastung beschreibt.
Die Borg-Skala kann nicht nur für Sporteinheiten genutzt werden, sondern auch für Alltagsbewegungen wie Treppensteigen oder zügiges Gehen. Eine ehrliche Einschätzung Ihres Anstrengungsempfindens ermöglicht es Ihnen, in Abstimmung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein individuell angepasstes Bewegungsprogramm zu erstellen. Zusätzlich können Sie Ihre Aktivitäten und deren Borg-Wert in Ihrem Bewegungsplan dokumentieren, um Fortschritte sichtbar zu machen.