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Online-Coach Adipositas
Körperliche Begleit- und Folgeerkrankungen

Das metabolische Syndrom

Was ist das metabolische Syndrom?

Das metabolische Syndrom haben Sie bereits im ersten Modul kurz kennen gelernt. Es ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine Kombination aus verschiedenen stoffwechselbedingten Krankheiten und Risikofaktoren, die alle zusammen zu gefährlichen Folgeerkrankungen führen können. Oft wird es auch als „tödliches Quartett“ bezeichnet. Dieser Begriff verdeutlicht, dass mehrere Begleiterkrankungen gleichzeitig auftreten und sich gegenseitig verstärken.

Das Wort „metabolisch“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „stoffwechselbedingt“. Von einem „Syndrom“ spricht man, wenn das Zusammenspiel verschiedener Symptome oder Befunde eine Relevanz für ein bestimmtes Krankheitsbild hat. 

In unseren heutigen Industrienationen ist das metabolische Syndrom weit verbreitet. Die Ursache ist ein dauerhaft ungesunder Lebensstil mit zu fettem, zu süßem, zu salzigem und zu kalorienhaltigem Essen, das zudem meist mit ungesunden Zusatzstoffen industriell verarbeitet wurde. Hinzu kommt der Mangel an Bewegung. Diese Lebensweise führt zu den bekannten Zivilisationskrankheiten: Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. 

Das kardiovaskuläre Risiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken. Bei Menschen mit metabolischem Syndrom ist dieses Risiko deutlich höher. Denn da sich die einzelnen Risiken gegenseitig verstärken, ist das Gesamtrisiko am Ende deutlich höher, als wenn man die unten in der Grafik dargestellten Risikofaktoren einfach aufsummieren würde. Erschwerend kommt hinzu, dass bei Diagnosestellung häufig bereits Folgeschäden vorhanden sind, etwa Gefäßveränderungen, eine Herzmuskelverdickung oder eine Nierenschwäche.

Welche Risikofaktoren definieren das Metabolische Syndrom?

Es liegt ein metabolisches Syndrom vor, wenn mindestens drei der folgenden fünf Risikofaktoren zusammenkommen:

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Was können Sie tun? – Vorbeugen und behandeln

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, einem metabolischen Syndrom entgegenzusteuern. Sie kennen diese bereits: Es sind auch in diesem Falle insbesondere Lebensstilveränderungen, also in erster Linie eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Damit können Sie nicht nur die Insulinempfindlichkeit wiederherstellen, sondern auch das Bauchfett reduzieren und die Blutfettwerte positiv beeinflussen. Ebenso können Ihnen genügend Schlaf, Stressreduktion und der Verzicht auf das Rauchen dabei helfen, die gefährlichen Folgen einer Adipositas zu minimieren. Sie sehen: Immer wieder läuft es auf die in diesem Coach dargestellten Lebensstilmaßnahmen hinaus, die Ihnen auch dabei helfen, ein metabolisches Syndrom zu verhindern oder die jeweiligen Risikofaktoren zu verringern. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, gibt es wirksame Medikamente, die zusätzlich unterstützen. Welche das sind, können Sie im vorherigen Modul „Medizinische Therapie“ lesen.