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Online-Coach Adipositas
Stress und Adipositas

Wie Hormone das Gewicht beeinflussen

Die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol haben großen Einfluss auf unser Hungergefühl. 

Bei akutem Stress werden Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Sie versetzen den Körper in Alarmbereitschaft und hemmen den Appetit.

Das Hormon Cortisol sorgt für einen Anstieg des Blutzuckers. Der erhöhte Blutzuckerspiegel signalisiert dem Gehirn wiederum, dass Energie verbraucht wurde und dass der Körper jetzt wieder eine schnelle Energiezufuhr benötigt. So steigt die Lust auf fett- und zuckerreiche Lebensmittel, um die verbrauchte Energie schnell wieder zurückzuholen. Dieser Ablauf erfolgt auch, wenn wir uns in der Stresssituation nicht körperlich verausgabt haben – also objektiv betrachtet gar keine zusätzliche Energie benötigen. 

Hält der Stress aber an, bleibt der Cortisolspiegel hoch und wir haben ständig Hunger auf energiereiche Lebensmittel. Cortisol kann zudem die Wirkung von Sättigungshormonen hemmen und die Wirkung von hungersteigernden Hormonen fördern.

Dopamin – das Glückshormon, dass unseren Appetit beeinflusst

Ein weiteres Hormon, dass bei Stress eine Rolle spielt, ist Dopamin. Dopamin gehört sozusagen zum „Belohnungssystem“ unseres Körpers. Essen wir zum Beispiel geschmacksintensive und energiehaltige Nahrungsmittel, reagiert das Belohnungssystem entsprechend stark. Dopamin wird ausgeschüttet – bis eine gewisse Höchstgrenze erreicht ist. Dann ist unser Körper „zufrieden“ und wir hören auf zu essen. 

Bei andauerndem Stress sinkt der Dopaminspiegel jedoch ab. Dadurch benötigen wir mehr Zucker, um uns wohlzufühlen – und greifen vermehrt zu Schokolade und Co. Ein geringer Dopaminspiegel kann zudem Antriebslosigkeit verursachen und beeinträchtigt die Emotionskontrolle. Das heißt, wir bewegen uns weniger, essen mehr ungesunde Sachen und haben unsere Gefühle nicht mehr so gut im Griff. Das kann dazu führen, dass wir noch mehr essen, um diese Gefühle zu unterdrücken oder kurzfristig die Stimmung zu heben (siehe dazu auch Modul Wie Gefühle das Gewicht beeinflussen). Die Konsequenz: Das Gewicht steigt über kurz oder lang an.

Es ist bisher nicht möglich, die Stressreaktion medikamentös zu beeinflussen. Daher ist es wichtig, dass wir Stressauslöser rechtzeitig erkennen und – wenn sie sich nicht ausschalten oder umgehen lassen – einen achtsamen Umgang mit ihnen erlernen. 

Es gibt verschiedene Methoden zur Stressbewältigung, die unser Stresserleben mindern und unseren Körper wieder zur Ruhe kommen lassen können. 

Im nächsten Kapitel stellen wir Ihnen einige wirksame Methoden zur Stressbewältigung vor. 

Hier finden Sie einen weiteren Wissenstest.

Was bewirkt ein langfristig niedriger Dopaminspiegel?