Waldbaden: Körper und Geist in Einklang bringen
Ein wirksamer Weg, Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist Waldbaden.
Der Begriff stammt aus Japan, wo Shinrin Yoku – das „Eintauchen in die Waldatmosphäre“ – seit den 1980er Jahren Teil der Gesundheitsvorsorge ist. Dabei geht es nicht um Wandern oder Sport, sondern ums bewusste Verweilen im Wald. Mit allen Sinnen die Natur wahrnehmen: den Duft von Holz und Erde riechen, das Rascheln der Blätter hören, das Spiel von Licht und Schatten beobachten.
Studien zeigen: Schon ein Aufenthalt von 2 Stunden kann Stresshormone senken, den Blutdruck regulieren und das Immunsystem stärken. Gleichzeitig fördert Waldbaden innere Ruhe, Kreativität und Konzentration.
Waldbaden kann mit Achtsamkeits- und Atemübungen kombiniert werden.
In Japan existieren bereits zertifizierte Waldtherapie-Stützpunkte. Dort wird Waldtherapie sogar von Ärztinnen und Ärzten verschrieben und findet unter Anleitung von qualifizierten Waldtherapeutinnen und Waldtherapeuten statt. Auch in Europa gibt es inzwischen Angebote zur angeleiteten Waldtherapie bzw. zum Waldbaden. In Deutschland bieten einige Bundesländer Waldbaden als Bildungsurlaub an. Ausnahmen sind Bayern und Sachsen, in denen Bildungsurlaub nicht gesetzlich anerkannt ist.
Tipp: Planen Sie regelmäßige kleine Auszeiten im Wald ein – allein oder in Begleitung. Lassen Sie das Handy in der Tasche oder am besten gleich ganz zu Hause, gehen Sie langsam, atmen Sie tief durch und erlauben Sie sich, einfach nur da zu sein. So wird Waldbaden zu einem kraftvollen Werkzeug für Ihre Entspannung und Ihren Weg zu mehr Gesundheit.
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